Richtlinien

Während es im deutschsprachigen Raum bisher kaum Leitlinien zum Umgang mit Native Advertising gibt, haben sich in den USA sowohl Berufsverbände und Konsumentenorganisationen als auch einzelne Medien respektive Redaktionen Gedanken dazu gemacht. Auf dieser Seite finden Sie Links zu den bedeutendsten und aussagekräftigsten Dokumenten zum Thema:

American Society of Magazine Editors: Guidelines for Editors and Publishers
Die amerikanische Gesellschaft der Magazinredaktoren (ASME) veröffentlichte im Oktober 2013 Richtlinien für Redaktoren und Verleger, welche die Richtlinien im Zusammenhang mit Native Advertising klären sollen.

Altimeter Group: Defining and Mapping the Native Advertising Landscape
Der Bericht des privaten Forschungsunternehmens Altimeter Group erklärt, was Native Advertising ist, welche kritischen Aspekte es zu berücksichtigen gilt und welche Vor- und Nachteile es für die verschiedenen Beteiligten gibt.

Federal Trade Commission: Blurred Lines – Advertising or Content?
Die in den USA unter anderem für den Konsumentenschutz zuständige Handelskommission (FTC) hat im Dezember 2013 einen Workshop zu Thema «Werbung oder redaktioneller Inhalt» geführt. Während des Anlasses beschäftigte man sich insbesondere damit, welchen Einfluss Native Advertising auf die Konsumenten hat. Die gesamte Workshop-Dokumentation findet sich auf der Website der FTC.

The Atlantic: Advertising Guidelines
Am 14. Januar 2013 publizierte «The Atlantic» einen Artikel, in dem die Scientology-Sekte hochgejubelt wurde. Wenig später rollte eine Welle der Entrüstung durch die sozialen Medien, weil sich herausgestellt hatte, dass es sich bei dem umstrittenen Beitrag um einen gesponserten Artikel handelte. Der «Atlantic» entschuldigte sich daraufhin, löschte den Artikel und publizierte neue Richtlinien zum Umgang mit Native Advertising.

Im deutschsprachigen Raum gibt es weder von den Journalistenverbänden und Medienunternehmen noch von Seite der Werbeschaffenden Richtlinien, die sich speziell mit Native Advertising befassen. Beigezogen werden können daher nur Dokumente, die allgemein das Verhältnis zwischen Journalismus und Werbung beleuchten. Eine Auswahl:

Leitlinie des Deutschen Presserates zur Ziffer 7 zum Pressekodex
Der Deutsche Presserat hat zur Ziffer 7 des Pressekodex 2009 eine ausführliche Leitlinie mit vielen Beispielen veröffentlicht. Diese bezieht sich allerdings nur auf Printprodukte – auf elektronische Medien wird darin nicht gesondert eingegangen. Gleichwohl können diese Grundsätze gut auf alle Mediengattungen und auch neue Werbeformen übertragen werden.

Ratgeber des Schweizer Presserates zur Trennung von Werbung und Information
Der Schweizer Presserat hat in seinem auch online verfügbaren Ratgeber «So arbeiten Journalisten fair» unter anderem auch die Grundsätze und Urteile zusammengezogen, bei welcher es um die Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung geht.

Nicole Krättli
Fehlen hier Leitfäden und Richtlinie, die sich ebenfalls mit dem Umgang mit Native Advertising im Speziellen und der Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten befassen? Gerne nehmen wir Hinweise auf weitere Dokumente entgegen (info@werbungimschafspelz.org).